1500 Jahre Stadtentwicklung in Istanbul

Partnerschaftsverein und

VHS besuchen die Partnerstadt

Tilemann

12.10.2014

REISE

„Istanbul für Fortgeschrittene“ nannte Wayne Nelson anerkennend die Führung durch den Stadtsoziologen Orhan Esen. Vom Dach des Interconti-Hotels aus zeigte Orhan die Wachstumsrichtungen der Stadt über die historische Halbinsel hinaus: die Arbeiter zogen am Goldenen Horn nach Westen, das Kapital nach Norden und die Staatsverwaltung an den Bosporus. Unter Leitung der Vorstandsmitglieder Architekt Peter Gresser und VHS-Direktor Hartmut Boger besuchten zwanzig Wiesbadener liebe Partner im Gesellschaftshaus von Fatih und durchstreiften die Metropole auf zwei Kontinenten. Ziel der Themenreise war das Studium von 1500 Jahren Architektur und Städtebau.

Natürlich wurden auch bekannte Denkmäler des Welterbes besucht. Neu waren für die Meisten die Gebäude im republikanischen Zentrum nördlich des Taksim wie die Technische Uni, internationale Hotels und das Radiohaus (1950er Jahre) sowie das Kongresszentrum im Mackatal (2012). Am Goldenen

Natürlich wurden auch bekannte Denkmäler des Welterbes besucht. Neu waren für die Meisten die Gebäude im republikanischen Zentrum nördlich des Taksim wie die Technische Uni, internationale Hotels und das Radiohaus (1950er Jahre) sowie das Kongresszentrum im Mackatal (2012).

 

Am Goldenen Horn begeisterten der Ausblick vom Café Pierre Loti, das zum Museum umfunktionierte alte Kraftwerk und ein modernes Kulturzentrum in Eyüp (2013). Hier wie in Fatih wurden elegante neue Standesämter eingerichtet. Etwa gegen den Einwohnerschwund der zentralen Stadtbezirke?

 

Moderne Architektur bot der Levent-Bereich mit dem höchsten Bau Istanbuls, dem Sapphire-Wohnturm (2010), und modernen Malls. Die Bosporusfahrt führte auf die asiatische Seite, wo Wälder von Wohnsilos, wie Atasehir, neue Stadtbezirke begründen und soziale Treffpunkte zu Magneten machen wie das Maydan Shopping Center (2009). Westlich vom Atatürk-Flughafen wurde die kuppellose, unterirdische Sancaklar-Moschee (2013) besucht. Vom alten dekorativen Stil blieben hier nur die Gebetsnische und die Treppe des Imams übrig. Auch wenn Orhan vor einige Türen führte, die wegen des  Opferfestes geschlossen waren, beeindruckte er alle als Improvisations-Genie. Er bot stets lohnende Ersatzziele an und wählte Verkehrsmittel situativ am Stau vorbei.

"Die Reisegruppe wurde in Fatih bei einem abendlichen Essen von Vertretern des Gemeinderates sehr freundlich empfangen. Dabei war Gelegenheit, ein Präsent und ein persönliches Schreiben von Oberbürgermeister Sven Gerich an den Bürgermeister von Fatih, Herrn Demir, zu übergeben. Das beigefügte Foto zeigt v.l.n.r. Herrn Tansel Kaya (Gemeinderatsmitglied), Stadtrat Dieter Schlempp, Frau Nilüfer Türütgen (Beraterin des Bürgermeisters), Stadtrat Helmut Nehrbaß, der das Präsent übergab, sowie Herrn Bora Selim (stellvertretender Bürgermeister von Fatih)."

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