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Mai - Juni 2018

Zwei Länder des Herzens

 

Unsere Freunde vom Poesieverein Dichterpflänzchen

haben am 28. April die Werke der klassischen Dichter

und Zeitgenossen Scheich Galip und J. W. Goethe

verglichen. Die Lesungen in deutsch und türkisch

wurden vom Duo Sultanita aus Frankfurt mit orientalischer

Musik gekonnt umrahmt.

Scheich Galip lebte von 1757 bis 1799 in Istanbul.

Fasziniert vom Philosophen Mevlana Rumi trat er

dem Sufi-Orden bei und wurde 1791 Scheich des

Mevlana-Klosters. Sein Hauptwerk, der Roman

„Schönheit und Liebe“, ist ein letztes Meisterwerk der

Mystik und orientalisch märchenhaft. Dem Werk

Galips stellen die Dichterpflänzchen Goethes Drama

„Faust“ gegenüber. Eine mehr philosophische und

weniger märchenhafte Mystik.

Die Kooperationspartner Yunus Emre Institut und

Partnerschaft Wiesbaden-Fatih freuten sich im

Festsaal der Loge Plato über reges Interesse.

Dr. Yilmaz Bulut, Direktor Yunus Emre Enstitüsü (2.v.l.), Martha und Lutz

Schauerhammer (3. u. 4. v.l.), Vorsitzer Dichterpflänzchen,

Duo Sultanita, Nedret Altintop-Nelson und Thilo Tilemann (r.), Vize und

Präsident der Partnerschaft Wiesbaden-Fatih in der Loge Plato

Can Dündar in Wiesbaden

„Ein ‚Verräter‘ spricht Klartext“ titelte der Wiesbadener Kurier über den Auftritt am 26. April im Kulturforum. Auf Einladung des Literaturhauses stellte der verfolgte ehemalige Chef-redakteur der Tageszeitung „Cumhuriyet“ sein jüngstes Buch vor: „Verräter. Von Istanbul nach Berlin. Aufzeichnungen im deutschen Exil“. Die umfassenden Sicherheitsmaßnahmen der Stadt demonstrierten, wie riskant sein Besuch im Kulturforum war. Rita Thies erklärte als Vorsitzende des Fördervereins Literaturhaus „Wir wollen verfolgten Autoren im deutschen Exil die Möglichkeit geben, gehört zu werden.“

„Der Stift hat mich gerettet“ meinte Dündar zu seiner Zeit im Gefängnis in Istanbul, weil er schreiben konnte. Er kritisierte den schwachen Einsatz von Angela Merkel und Europa für die Menschenrechte in der Türkei. Dündar fühlt sich auch in Deutschland nicht frei aber folgt der Einsicht „Besiegt ist man erst, wenn man seinem Feind ähnlich wird.“ Moderator Stefan Schröder, Chefredakteur des Wiesbadener Kurier, und eine Reporterin vom Hessischen Fernsehsender hr3 wurden sich bewusst, wie frei sie in Deutschland arbeiten können. Das Publikum war erstaunt, wieviel Schreibtalent und Humor Dündar hat: Der hervorragende Übersetzer las einen köstlichen Abschnitt über Unterschiede zwischen deutschem und türkischem Zeitverständnis vor.

Der Präsident hörte sich an, was Can Dündar zu sagen hat.

Frühling in den Partnerstädten

Magnolien in Wiesbaden

Tulpen in Fatih

Kurz notiert in Wiesbaden

Kurz notiert in Istanbul

Jahr des Ehrenamts gestartet

OB Sven Gerich hat 2018 zum „Jahr des bürgerschaftlichen Engagements“ ausgeru-fen. Er will dem Rückgang des ehren-amtlichen Einsatzes begegnen. Nach dem Vorbild des „Jahres der Städtepartner-schaften“ wurde das Projekt am 12. April auf Henkellsfeld offiziell gestartet. Das besondere Engagement will Gerich mit einem limitierten „Dankmal“ würdigen. Sein Stab sammelt ab sofort Vorschläge. Am Folgetag fand ein Kongress statt, der Möglichkeiten zur Verbesserung diskutier-te. Auch wenn unser Verein nicht eingeladen

war, wünschen wir dem Projekt viel Erfolg.

 

RheinMain CongressCenter eröffnet

Nach Abriss der Rhein-Main-Hallen wur-den am gleichen Standort größere und modernere Hallen errichtet. Die feierliche Eröffnung des rmcc fand am Freitag, den 13. April statt. Am Samstag folgte ein Tag der offenen Tür und abends ein Konzert der Band „Glasperlenspiel“. Abgesehen von einem Fehlalarm mit Wasserschaden lief der Tag glimpflich ab. Zum Konzert waren mehr als 3000 Ehrenamtler eingeladen, auch einige von unserem Verein.

 

Salafismus in Hessen

Die hessische Regierung schätzt die Zahl der Anhänger der ultrakonservativen, islamistischen Strömung in Hessen auf 1.650. Davon besitzen zwei Drittel die deutsche Staatsangehörigkeit. Nur rund 5 % der hessischen Salafisten seien Türken.

Hartmut Boger musiziert beim Kick Off auf Henkellsfeld

Fassade des rmcc mit türkischem Travertin

Mitglieder treffen sich in Fatih

Am 20. April reisten Hannelore Klauer und Edmund Buitkamp in unsere Partnerstadt. Sie wohnten auch in unserem „Stammhotel“ Grand Yavuz und trafen sich mit Nilüfer Türütgen. Sie überbrachten neue Nachrichten, unter anderem, dass Bürgermeister Dr. Mustaf Demir zur Wahl für das Parlament in Ankara kandidiert. Nilüfer wolle aber in Istanbul bleiben.

 

Wahlen in der Türkei bereits am 24. Juni 2018

Der Staatspräsident hat die Neuwahlen für das Parlament und das Präsidentenamt vom November 2019 massiv vorgezogen. Mit den Wahlen soll der Übergang auf das machtvolle Präsidialsystem vollendet werden. Gründe für die Eile seien der Druck der Partner MHPartei, die Neugründung der iyi-Partei, die wachsenden Risiken in der Wirtschaft und die zuneh-mende Abkehr jüngerer Wähler von der harten Politik seit dem Putschversuch von 2016.

 

Wiesbadener gewinnt Preis in Istanbul

Auf dem International Istanbul Tourism Filmfestival wurde der mehrfach preigekrönte Wiesbadener Filmemacher Andreas Ewels ausgezeichnet. Ewels ist beim benachbarten Fernsehsender ZDF tätig. In der Kategorie „Beste Dokumentation“ begeisterte er mit seinem Film „Kampf um die Arktis“ die internationale Fachjury. Wir gratulieren.

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