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März-April 2019

Hauptversammlung gelungen

 

Die Mitgliederversammlung 2019 der Partnerschaft am 27. Februar schloss der Präsident mit den Worten „Ich danke Ihnen herzlich für Ihr Engagement.“ Damit meinte er nicht nur das ereignisreiche Vorjahr sondern auch die gelungenen personellen Änderungen. Vorstandsmitglied Ahmet Hamko hatte den Verein aus persönlichen Gründen verlassen und sein Amt als Schatzmeister niedergelegt. Der Vorstand zeigte dafür Verständnis und dankte ihm für die langjährige loyale Mitarbeit. Als Nachfolger des Schatzmeisters kandidierte Mitglied Abdül Akpinar, Jahrgang 1979, der u. a. im Ausländerbeirat und in einem türkischen Kulturverein aktiv war. Da Unternehmer Akpinar nur begrenzte Zeit aufbringen kann, bot Kassenprüfer Dr. Norbert Vogt eine Unterstützung seiner operativen Arbeit an. Die damit erforderliche Nachfolge des Kassenprüfers übernahm Mitglied Joachim Kröcker. Der neue Schatzmeister und der neue Kassenprüfer wurden einstimmig gewählt.

Der Vorstand berichtete über die Aktivitäten sowie die positiven Entwicklungen der Finanzen und der Mitglieder im Jahr 2018. Er dankte für unerwartete Übernahmen von Kosten des Vereins durch den Mädchenchor Wiesbaden und die Staatskanzlei. Die in der Villa Schnitzler anwesenden Mitglieder entlasteten den Vorstand einstimmig für 2018 und wünschten viel Erfolg für 2019.

Vorstand mit neuem Schatzmeister (von links): Kaan Turgay, Abdül Akpinar, Thilo Tilemann, Hartmut Boger, Nedret Altintop-Nelson, Mustafa Kücük-von Gruenewaldt. Hans-Peter Gresser und Lutz Schauerhammer fehlen.

Bruno Taut in Wiesbaden und Istanbul

Der Deutsch-Türkische Ingenieur- und Architektenverein, Türk Mühendis ve Mimarlar Birligi Almanya, hat an Brückenbauer zwischen den Partnerstädten erinnert. Am 18. Januar war dem Architekten Bruno Taut im Saalbau Griesheim eine Konferenz gewidmet. Prof. Ortayli berichtete, dass Taut Villen im Wiesbade-ner Nerotal gebaut hat, in Japan aktiv war und später in der Türkei Universitätsgebäude und Atatürks Katafalk baute. In Japan erlernte er den Baustil, in dem er sein Wohnhaus am Bosporus direkt nordwestlich neben der ersten Brücke realisierte (Mitte Foto re.).

Ebenso wurde Architekt Paul Bonatz von Atatürk zum Aufbau der neuen Türkei aus dem Nazi-Reich geholt. Nachdem er den Bahnhof in Stuttgart und die Henkell-Sektkellerei in Wiesbaden realisiert hatte, baute er ebenfalls staatliche Gebäude für Atatürk.

 

Tauts Villa am Bosporus

Deutsch-Türkische Verbindungen aktiv

Während die hohe Politik Spannungen produziert, bemüht sich eine Reihe von Kräften um die Erhaltung zivilgesellschaftlicher Kontakte. So luden der Rat der Europäischen Gemein-den und Regionen und die Bundesregierung am 13. Februar zu einer Konferenz der deutsch-türkischen kommunalen Partnerschaften ein. Mit Blick auf 30 Jahre Berlin-Istanbul fand die Konferenz im Auswärtigen Amt in Berlin statt. Man zeigte den Stand auf und präsentierte laufende Projekte.

Am 17. Februar rief der Türkische Generalkonsul in Frankfurt Vereine der Region zusam-men, die Interessen der Türkei vertreten. Die Bildung einer neuen Plattform wurde vorge-schlagen. Die Vizepräsidentin und der Schriftführer unserer Partnerschaft nahmen teil und erklärten unsere Bereitschaft zur Mitwirkung.

Außerdem besuchte eine Delegation aus Frankfurt im Februar deren neue Partnerstadt Eskisehir. Am Empfang bei Oberbürgermeister Prof. Dr. Yilmaz Büyükersen nahm auch der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde Deutschland, Atila Karabörklü, teil (Foto unten 1.v.l.).

Frankfurter Delegation beim Empfang in Eskisehir

Kurz notiert in Wiesbaden

Ayse Asar Staatssekretärin

Die deutsch-türkische Volljuri-stin war Vizekanzlerin der Uni Frankfurt und Kanzlerin der Hochschule Rhein-Main in Wies-baden. Die Grüne Partei hat sie im Januar als Staatssekretärin nominiert. Nun ist sie Mitglied der hessischen Landesregie-rung im Ministerium für Wissen-schaft und Kunst. Die steile Karriere der 42-jährigen enthält übrigens

 

Winzer mit türkischem Hintergrund

Der Stand der Partnerstädte auf der Rheingauer Weinwoche vom 9. bis 18. August 2019 ist der Partnerschaft Wiesbaden-Fatih gewidmet. Wir freuen uns, dass wir den Inhaber des Weinguts Mohr, Jochen Neher, dessen türkische Frau türkische Kochkurse gibt, als Mitglied und Betreiber des Weinstands gewinnen konnten. Er wird mit Hilfe - möglichst vieler! - unserer Mitglieder Weine aus der Region südwestlich von Istanbul ausschenken.

Daneben setzen wir unsere Beziehun-gen zum türkischen Winzer und Som-melier Ahmet Yildi-rim fort. Er weihte am 7. März sein neues Weinlokal Y in Eltville ein, wo ihm Vorstandskol-lege Kaan Turgay gratulierte.

 

 

Landesregierung mit Ayse Asar (2.R. 3.v.r.)

Jochen Neher (links)

und Ahmet Yildirim

Kaan Turgay (links)

und Ahmet Yildirim

Kurz notiert in Istanbul

Neuer Bürgermeister in Fatih

Bei den Kommunalwahlen in der Türkei am 31. März soll der bisherige Bürgermeister Hasan Suver in Fatih abgelöst werden. Wir danken ihm für die freundlichen Kontakte. Als Nachfolger hat die AKP Ergün Turan aufgestellt, der sich schon bei uns vorgestellt hat (s. Foto). Turan ist Bauingenieur der TU Istanbul. Zu seinen Herausforderern zählen Soner Özimer von der CHP, Ökonom der Anadolu Universität, und als einzige Frau Ilay Aksoy von der neuen Iyi Parti.

Wirtschaftliche Lage

Die Jahresteuerung lag im Januar in der Türkei wie im Dezember bei 20%. Dabei dominierten Lebensmittel und Getränke mit einer Inflationsrate von 31%. Eine Hauptursache sei die Währungskrise wegen der Sanktionen der USA. Weitere Probleme seien die hohe Arbeitslosigkeit und Einbrüche im Tourismus. Mit 11,6% trug der Tourismus 2018 in der Türkei nicht viel mehr zum Bruttoinlandsprodukt bei als in Deutschland mit 10,7%.

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